Stress als Mithauptverantwortlicher für Entzündungen

Portrait of stressed Caucasian woman

Ja – Stress fördert definitiv Entzündungen.

Stress wird heute ja für Vieles verantwortlich gemacht. Und das zu Recht. Fast alle Faktoren, die für den Organismus Stress bedeuten, können entzündliche Prozesse auslösen. 

Dazu gehört ebenso die mittlerweile gängige psychische Belastung, die als meist verbreiteter, negativer „Stress“ bezeichnet wird. Vor allem die heute zunehmende Hektik im Alltag und der länger werdende Arbeitstag haben offensichtlich einen Einfluss auf den „Alarm-Zustand“ des Immunsystems. Dass dies zu Herzkrankheiten und Herzinfarkt führen kann, ist bekannt. Auch Arteriosklerose als Faktor ist im Bewusstsein aller Menschen. Die Gefäßveränderungen stehen in direktem Zusammenhang mit arteriellen Entzündungen, die auch durch sozialen Stress bedingt sind. Belegt ist dies durch Untersuchungen bei Menschen, die unter dem Phänomen leiden. Forscher haben eine intensive Tätigkeit der Amygdala bei stressgeplagten Zeitgenossen festgestellt. Das Hirnareal ist in der Wahrnehmung der Angst eingebunden, was durch bildgebende Verfahren sichtbar gemacht werden kann. Ist der Mandelkern, wie das Angstzentrum auch heiß, hochaktiv, so ermittelten die Wissenschaftler auch einen Anstieg der Entzündungs-Mediatoren (c-reaktives Protein, CRP) und der Leukozyten. Treten beide Befunde zusammen, gesellt sich noch ein drittes Symptom hinzu: verengte und verhärtete Arterien. Entzündungen der Gefäße gelten heute ohnehin als Hauptursache der Arteriosklerose. Die neuen Untersuchungen stellen nun einen Zusammenhang zum Sozialstress her. Das Angst-Zentrum sendet offenbar einen nervösen Reiz an das Knochenmark, das daraufhin die Inflammationen in Gang setzt und so die Blutgefäße schädigt. 

Doch die Liste der Folgen von chronischen Entzündungen ist noch länger. Kaum ein Organ wird durch die überschießenden Reaktionen der körpereigenen Abwehr nicht geschädigt. Sogar Depressionen und Angststörungen könnten in vielen Fällen auf das Konto des dauerhaften Alarmzustands des Organismus’ gehen. Nach 15 bis 20 Jahren der anhaltenden Immunstörung drohen Krebs, Nierenschäden und Krankheiten des Nervensystems. Entzündungen als Hilfeschrei des Körpers Generell versucht unser Körper, solche Probleme ohne eine Entzündung zu beseitigen, denn die Entzündung kostet ihn viel Kraft und kann Schaden anrichten. Aber nicht immer ist das möglich. Dann setzt das Immunsystem die Entzündung als Mittel ein, schädliche Stoffe schnell und effektiv zu beseitigen. Die Entzündungsreaktion selbst beginnt mit einer kurzen Phase der Minderdurchblutung und geht dann lokal zu einer Mehrdurchblutung über. So können Entzündungszellen aus dem Blut (=weiße Blutkörperchen) an den Entzündungsherd gelangen und die Auslöser sowie untergegangene Gewebsteile aufnehmen und abbauen.

(mit erarbeitet – Quelle: www.naturheilt.com)

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